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Lahn - Dill - Kreis: Ein sozialstruktureller Überblick


Quelle: Sozialatlas 2000 des Lahn-Dill-Kreises


1.   Bevölkerung

  • Im Lahn-Dill-Kreis leben zum 31.12.1999 insgesamt 263.904 Personen.
     
  • Der Anteil der weiblichen Bevölkerung liegt mit 51% über dem der männlichen Bevölkerung.

1.1. Bevölkerungsentwicklung 1990 bis 1999

  • Gemessen am durchschnittlichen Bevölkerungswachstum von 5,8% im Lahn-Dill-Kreis haben die Gemeinde Waldsolms mit 19,2% und die Stadt Aßlar mit 14,2% die höchsten Zuwachsraten.
  • Die niedrigste Bevölkerungszunahme verzeichnet die Stadt Wetzlar mit 1,8%, und die Gemeinde Siegbach hat einen Bevölkerungsverlust von - 0,9%.

1.2. Bevölkerungsstruktur nach Nationalität, Geschlecht und Altersgruppen

  • Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung beträgt 9,0%.
     
  • Bezogen auf die deutsche Gesamtbevölkerung liegt der Anteil der Frauen bei 51,0% und der Anteil der Männer bei 49,0%.
     
  • Bezogen auf die nichtdeutsche Bevölkerung liegt der Anteil der Männer bei 52,6% und der Anteil der Frauen bei 47,4%.
     
  • Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung wird mit zunehmendem Alter geringer und beträgt in der Altersgruppe über 65 Jahre nur noch 2,8%.
     
  • Der Anteil der deutschen Bevölkerung unter 30 Jahren an der deutschen Gesamtbevölkerung liegt bei etwa 32,0%.
     
  • Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung unter 30 Jahren an der nichtdeutschen Gesamtbevölkerung liegt bei etwa 52,0%.

 

2.  Beschäftigung

2.1. Beschäftigungsentwicklung 1995 bis 1999

  • Im Lahn-Dill-Kreis sind zum 31.12.1999 insgesamt 80.207 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verzeichnet.
     
  • Von 1995 bis 1999 ist im Lahn-Dill-Kreis ein Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 2,4% festzustellen.
     
  • In dem Zeitraum 1995 bis 1999 verzeichnen die Städte Herborn und Haiger mit einem Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigtenquote um 6,0% die größten Verluste im Kreisgebiet.

2.2. Berufspendler im Kreisgebiet

  • Fast zwei Drittel aller sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen im Kreisgebiet haben einen Arbeitsplatz außerhalb ihres Wohnortes.
     
  • Die höchsten Auspendlerquoten haben im Kreisgebiet die Gemeinden Siegbach mit 87,6% und Schöffengrund mit 86,2%.
     
  • Die höchsten Einpendlerquoten haben im Kreisgebiet die Gemeinde Lahnau mit 66,6 % und die Stadt Solms mit 66,1%.

2.3. Arbeitslosenquotenentwicklung 1995 bis 1999

  • Die Arbeitslosenquote im Kreisgebiet ist von 1995 bis 1999 um 0,9% auf 11,2% gestiegen.
     
  • Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der Jahre 1995 bis 1999 beträgt im Lahn-Dill-Kreis 11,4%.
     
  • Die höchste Arbeitslosenquote im Kreisgebiet weisen die Städte Wetzlar mit 14,4% und Braunfels mit 12.9% auf.

2.4. Arbeitslosigkeit bei Frauen

  • Die Arbeitslosenquote von Frauen liegt im Kreisgebiet in 1999 bei 14,9%.
     
  • Die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei Frauen beträgt in dem Zeitraum 1995 bis 1999 14,5% und liegt 3,1% über der durchschnittlichen Gesamtarbeitslosenquote im Lahn-Dill-Kreis.
     
  • Den höchsten Anteil an arbeitslosen Frauen im Lahn-Dill-Kreis verzeichnen in 1999 die Städte Wetzlar mit 18,3% und Dillenburg mit 17,5%.

2.5. Arbeitslosigkeit bei Nichtdeutschen

  • Der Anteil von Nichtdeutschen an allen Arbeitslosen im Kreisgebiet liegt in 1999 bei 15,9%.
     
  • Der durchschnittliche Anteil Nichtdeutscher an allen Arbeitslosen in dem Zeitraum 1995 bis 1999 beträgt 15,8% und liegt 4,4% über der Gesamtarbeitslosenquote im Kreisgebiet.
     
  • Den höchsten Anteil Nichtdeutscher ohne Arbeit haben im Lahn-Dill-Kreis in 1999 die Städte Wetzlar mit 21,5%, Herborn mit 20,4% und Aßlar mit 20,2%.

2.6. Jugendarbeitslosigkeit

  • Der Anteil von unter 25-Jährigen an den Arbeitslosen im Kreisgebiet beträgt in 19999,6%.
     
  • Der durchschnittliche Anteil unter 25-Jähriger kreisweit an allen Arbeitslosen liegt in dem Zeitraum 1995 bis 1999 bei 11,7% und ist 0,3% höher als die Gesamtarbeitslosenquote.
     
  • Im Kreisgebiet haben die höchsten Anteile an jungen Arbeitslosen in 1999 die Gemeinde Siegbach mit 19,1% und die Stadt Haiger mit 12,5%.

2.7. Arbeitslosigkeit bei älteren Menschen

  • Der Anteil über 55-Jähriger Personen an allen Arbeitslosen in 1999 im Lahn-Dill-Kreis beträgt 24,5%.
     
  • Der durchschnittliche Anteil älterer Arbeitsloser kreisweit liegt in dem Zeitraum 1995 bis 1999 bei 24,9% und übersteigt die Gesamtarbeitslosenquote um 13,5%.
     
  • Im Kreisgebiet haben in 1999 den höchsten Anteil an älteren Arbeitslosen die Gemeinden Breitscheid mit 34,7% und Mittenaar mit 34,5%.

2.8. Langzeitarbeitslosigkeit

  • Der Anteil Langzeitarbeitsloser an allen Arbeitslosen in 1999 beträgt im Lahn-Dill-Kreis 40,3%.
     
  • Der durchschnittliche Anteil Langzeitarbeitsloser kreisweit liegt in dem Zeitraum 1995 bis 1999 bei 38,1% und übersteigt die Gesamtarbeitslosenquote um 26,7%.
     
  • Im Kreisgebiet haben in 1999 den höchsten Anteil an Langzeitarbeitslosen die Gemeinden Waldsolms mit 46,7%, Dietzhölztal und Eschenburg mit 45,7%.

 

3.  Einkommen

3.1. Einkommensentwicklung 1992 und 1995

  • Von 1992 bis 1995 ist im Lahn-Dill-Kreis der Anteil der Steuerpflichtigen mit einem Jahreseinkommen „Vor-Steuern" von unter 40.000 DM von 39,9% auf 36,8% gesunken.
     
  • In 1995 hatten im Lahn-Dill-Kreis 36,8% der Steuerpflichtigen ein Jahres­einkommen „Vor-Steuern" von unter 40.000 DM, 52,1% ein Jahresein­kommen zwischen 40.000 DM und 100.000 DM und 11,0% über 100.000 DM.
     
  • Den höchsten Anteil an Steuerpflichtigen mit einem Jahreseinkommen von unter 40.000 DM haben die Städte Wetzlar mit 41,0%, Braunfels mit 38,2% und Solms mit 38,1%.

3.2. Sozialhilfe (HLU)

  • In 1999 bezogen 2,4% der Bevölkerung im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) Hilfe zum Lebensunterhalt (HLU). Im Kreisgebiet haben die Städte Aßlar mit 4,2% und Braunfels mit 3,9% die höchsten Anteile an HLU - Empfängern.
     
  • 14,6% aller Alleinerziehenden im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) bezogen HLU. Die höchsten Anteile an sozialhilfebedürftigen alleinerziehenden Haushalten haben die Städte Aßlar mit 19,6% und Dillenburg mit 18,4%.
     
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahren sind im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) an den HLU - Empfängern im Vergleich zur Gesamt­bevölkerung überrepräsentiert. Ihr Anteil an der Gesamtaltersgruppe bis 21 Jahren beträgt 4,5%.
    Den höchsten Anteil an jungen HLU - Empfängern hat die Stadt Braunfels mit 8,8%.
     
  • Der Anteil der hilfebedürftigen Nichtdeutschen an allen HLU - Empfängern liegt im Lahn- Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) bei 19,9%. Den höchsten nichtdeutschen Anteil an den HLU - Beziehern haben die Städte Sinn mit 33,1% und Aßlar mit 31,0%.
     
  • Die Entwicklung des relativen Anteils der HLU - Empfänger von 1998 bis 1999 ist im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) mit durchschnittlich - 6,2 % rückläufig. Die Gemeinde Greifenstein verzeichnet als einzige Kommune einen Zuwachs an HLU - Empfängern von 4,7%.

3.3. Wohngeld

  • Der Anteil der Wohngeldempfänger an der Bevölkerung ist im Lahn-Dill-Kreis in dem Zeitraum 1995 bis 1999 von 0,8 % auf 1,4% gestiegen. Das bedeutet eine Steigerung um 75%.
     
  • Im Kreisgebiet haben die Städte Wetzlar mit 2,0%, Dillenburg mit 1,8% und Haiger mit 1,6% die höchsten Anteile an Wohngeldempfängern an der Bevölkerung.

 

4.  Familien / Kinder und Jugendliche

4.1. Familien

  • Im Lahn-Dill-Kreis beträgt die Gesamtzahl der Haushalte im Januar 2000 insgesamt 139.615.
     
  • Im Lahn-Dill-Kreis beträgt der Anteil der Haushalte/Familien mit Kindern an allen Haushalten 21,6%.
     
  • 3,1% der Haushalte/Familien mit Kindern haben vier oder mehr als vier Kinder.
     
  • Der Anteil der alleinerziehenden Haushalte liegt im Lahn-Dill-Kreis bei 7,2%.
     
  • 15,9% der Kinder im Lahn-Dill-Kreis leben in alleinerziehenden Haushalten.

4.2. Kinder und Jugendliche

  • In 1999 haben 59.694 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 0 bis unter 21 Jahren im Lahn-Dill-Kreis gelebt. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt 22,6%.
     
  • Der männliche Anteil der unter 21-Jährigen liegt mit 51,3% höher als der weibliche Anteil mit 48,7%.
     
  • In 1999 haben 7.849 nichtdeutsche Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Lahn-Dill-Kreis gelebt. Ihr Anteil an der Gesamtaltersgruppe beträgt 13,2%.
     
  • Der männliche Anteil der nichtdeutschen Kreisbevölkerung unter 21 Jahren liegt mit 51,8% höher als der weibliche Anteil mit 48.2%.
     
  • Die Altersgruppe von 7 bis unter 11 Jahren ist mit einem Anteil von 4,6% an der Gesamtbevölkerung am stärksten und die Altersgruppe von 0 bis unter 3 Jahren ist mit 2,6% am schwächsten vertreten.
     
  • Im Kreisgebiet haben die Gemeinden Eschenburg mit 25,9% und Breitscheid mit 25,6% den höchsten Bevölkerungsanteil an unter 21-Jährigen.
     
  • Den höchsten nichtdeutschen Anteil an der Bevölkerung unter 21 Jahren haben die Städte Dillenburg mit 28,8% und Wetzlar mit 20,6%

4.3. Bedarf und Entwicklung der Kindertagesstätten

  • Das Angebot an Kindergartenplätzen im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) ist in 2000/2001 mit einem durchschnittlichen Versorgungsgrad von 85,0% ausreichend.
     
  • Die Kindertagesstättenentwicklung im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) der Jahre 1994 bis 2003 zeigt einen Anstieg des Versorgungsgrades von 79,0% in 1994 auf 89,0% (Prognose) in 2003.
     
  • In 2000/2001 weisen 11 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet (ohne Stadt Wetzlar) einen unter dem Durchschnitt liegenden Versorgungsgrad auf. Den niedrigsten Versorgungsgrad haben die Gemeinden Breitscheid mit 68,0% und Ehringshausen mit 71,0%.
     
  • Das Angebot an Ganztagsplätzen mit Mittagsversorgung, Hortplätzen und Betreuungsplätzen an Grundschulen hat sich in dem Zeitraum von 1994 bis 2000/2001 fast verdoppelt bzw. bei Hortplätzen verdreifacht, kann aber nicht als ausreichend angesehen werden.

4.4. Zuwandererkinder an Grundschulen

  • In 2000 haben insgesamt 13.052 Schüler im Lahn-Dill-Kreis eine Grundschule besucht.
     
  • Der Anteil der Aus- und Übersiedler an allen Grundschülern beträgt 6,5% und der Anteil der Nichtdeutschen 16,0%. Damit liegt der Zuwanderer/ Migrantenanteil an den Grundschulen bei 22,5%.
     
  • Die Aus- und Übersiedler machen an allen Migranten an Grundschulen 29,0% aus.
     
  • Den höchsten Migrantenanteil an allen Grundschülern haben im Kreisgebiet die Städte Dillenburg mit 32,8% und Aßlar mit 30,8% sowie die Gemeinde Ehringshausen mit 29,5%.
     
  • An allen Migranten stellen die Aus- und Übersiedler in der Gemeinde Breitscheid, in den Städten Braunfels und Solms sowie in den Gemeinden Waldsolms, Lahnau und Hohenahr mit mehr als 50,0% Anteil die Mehrheit.

4.5. Jugendhilfe

  • In 1999 erhalten im Lahn-Dill-Kreis (ohne Stadt Wetzlar) durchschnittlich 1,2% der Bevölkerung unter 21 Jahren Hilfen zur Erziehung, das sind 610 Personen.
     
  • Die höchsten Anteile an der Bevölkerung unter 21 Jahren, die Hilfen zur Erziehung erhalten, haben die Gemeinden Waldsolms mit 1,8%, Bischoffen mit 1,7%, Siegbach mit 1,5% und die Stadt Aßlar mit ebenfalls 1,5%.

 

5.  Gesundheit

5.1. Struktur der Altersbevölkerung nach Geschlecht, Nationalität und Altersgruppen

  • In 1999 leben im Lahn-Dill-Kreis 61.270 Menschen über 60 Jahre, das sind 23,2% der Gesamtbevölkerung.
     
  • Der Anteil der nichtdeutschen Bevölkerung über 60 Jahre beträgt 2,7%, das sind 1.633 Personen.
     
  • Im Kreisdurchschnitt beträgt der deutsche männliche Anteil an der Alters­bevölkerung 41,8% und der Frauenanteil 58,2%..
     
  • Im Kreisdurchschnitt beträgt der nichtdeutsche männliche Anteil an der Gesamtaltersbevölkerung 1,6% und der nichtdeutsche Frauenanteil 1,1%.
     
  • Den höchsten Anteil an Menschen über 60 Jahre haben im Kreisgebiet die Städte Braunfels mit 25,3%, Wetzlar mit 24,9% und Solms mit 24,3%.
     
  • Den höchsten Anteil an Nichtdeutschen an der Bevölkerung über 60 Jahre haben die Städte Wetzlar mit 4,3% sowie Aßlar mit 3,2%.
     
  • Im Kreisdurchschnitt beträgt der nichtdeutsche männliche Anteil an der Gesamtaltersbevölkerung 1,6% und der nichtdeutsche Frauenanteil 1,1%.
     
  • Den höchsten Anteil an Menschen über 60 Jahre haben im Kreisgebiet die Städte Braunfels mit 25.3%, Wetzlar mit 24,9% und Solms mit 24,3%.
     
  • Den höchsten Anteil an Nichtdeutschen an der Bevölkerung über 60 Jahre haben die Städte Wetzlar mit 4,3% sowie Aßlar mit 3,2%.

5.2. Altenbetreuung und -hilfedichte

  • Der Anteil älterer Menschen über 60 Jahre an der Bevölkerung zeigt im Lahn-Dill-Kreis eine steigende Tendenz.
     
  • 1999 werden in 32 Alten- und Pflegeheimen im Lahn-Dill-Kreis 1.930 ältere und pflegebedürftige Menschen stationär versorgt.
     
  • Die durchschnittliche ambulante Pflegehäufigkeit im Lahn-Dill-Kreis liegt in den Jahren 1999 und 2000 bei 140 Fällen je 1000 Einwohner über 65 Jahren.
     
  • Die meisten Fälle ambulanter Leistungen im Kreisgebiet haben die Gemeinden Lahnau mit 181 Fällen und Schöffengrund mit 167 Fällen je 1000 Einwohnern über 65 Jahren.

5.3. Menschen mit Behinderung

  • In 2000 leben im Lahn-Dill-Kreis 35.586 Menschen mit Behinderung, das sind 13,5% der Gesamtbevölkerung.
     
  • Der Anteil der Männer an allen Menschen mit Behinderung beträgt 59,2%, der weibliche Anteil beträgt 40,8%.
     
  • Der Anteil der Schwerbehinderten an allen Menschen mit Behinderung liegt bei 71,5%.
     
  • Der nichtdeutsche Anteil an allen Menschen mit Behinderung beträgt 3,5%.
     
  • Die häufigste Behinderungsart ist mit 35,9% der Verlust bzw. die funktionale Einschränkung von Gliedmaßen und mit 25,5% die funktionale Einschränkung innerer Organe.
     
  • Die Altersgruppe über 64 Jahre ist am stärksten von den verschiedenen Behinderungsarten betroffen.

5.4. Ärztliche Versorgung

  • In 1999 wird die stationäre medizinische Versorgung im Lahn-Dill-Kreis durch neun Krankenhäuser mit einer Gesamtbettenzahl von 1.877 gewährleistet

 

6.  Bildung

6.1. Abiturienten

  • Von den 100 Schulen im Lahn-Dill-Kreis sind sieben Schulen Gymnasien bzw. Schulen mit gymnasialer Oberstufe und eine Schule ist das Hessen-Kolleg in der Trägerschaft des Landes Hessen.
     
  • Im Schuljahr 1998/1999 haben an den sieben Gymnasien bzw. Schulen mit gymnasialer Oberstufe im Lahn-Dill-Kreis insgesamt 633 Schüler das 13. Schul­jahr besucht, davon 50,7% männliche und 49,3% weibliche.
     
  • Der Anteil der deutschen Abiturienten beträgt 95,1%, davon 48,0% männliche und 47,1% weibliche.
     
  • Der Anteil der nichtdeutschen Abiturienten beträgt 3,8%, davon 1,9% männliche und 1,9% weibliche.
     
  • Der Anteil der Aus-/Übersiedler an allen Abiturienten liegt bei 1,1%, davon 0,8% männliche und 0,3% weibliche.
     
  • Mehr als die Hälfte aller Abiturienten im Landkreis kommt aus den fünf Städten Wetzlar, Herborn, Dillenburg, Haiger und Aßlar.
     
  • Der Anteil der Abiturienten in der Altersgruppe 18 bis 21 Jahre liegt im Kreisdurchschnitt bei 7,2%.
     
  • Den niedrigsten Anteil an Abiturienten an der Altersgruppe 18 bis 21 Jahre hat im Kreisgebiet die Gemeinde Greifenstein mit 2,7%.

6.2. Sonderschüler der Klassen 8 und 9

  • Im Lahn-Dill-Kreis gibt es insgesamt sechs Sonderschulen und eine Schule für Erziehungshilfe, die in das Zentrum für Beratungs- und Erziehungshilfe integriert ist.
     
  • Im Schuljahr 1998/1999 haben 71 Schüler die Klassen 8 und 74 Schüler die Klassen 9 an einer Sonderschule im Lahn-Dill-Kreis besucht.
     
  • In den Sonderschulklassen 9 liegt der Anteil der Jungen mit 65,0% weit über dem der Mädchen.
     
  • Der Anteil der nichtdeutschen Sonderschüler der Klassen 9 beträgt 16,3% und der Aus-/Übersiedleranteil 2,8%.
     
  • Ein Fünftel (20,3%) der Sonderschüler der Klassen 9 wohnen in Wetzlar.
     
  • Der Anteil der Sonderschüler der Klassen 9 an den Jugendlichen der Altersgruppe 15 bis 18 Jahre beträgt im Kreisdurchschnitt 0,9% und liegt in der Gemeinde Dietzhölztal mit 2,3% am höchsten.

 

7.  Kriminalität

7.1. Jugendhilfefälle in Strafsachen

  • Von den in 1999 im Lahn-Dill-Kreis lebenden Jugendlichen unter 21 Jahren haben 1,9% Jugendhilfe in Strafsachen erhalten.
     
  • In den Städten Leun und Solms ist der Anteil straffälliger Jugendlicher an der Bevölkerung unter 21 Jahren mit jeweils 2,5% am höchsten.

7.2. Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)

  • In 1999 beträgt im Lahn-Dill-Kreis der Anteil der Tatverdächtigen an der Gesamtbevölkerung 1,8%.
     
  • Den höchsten Anteil an Tatverdächtigen haben die Städte Wetzlar (3,2%) und Herborn (2,5%).
     
  • Differenziert nach Altersgruppen sind 72,5% der Tatverdächtigen über 21 Jahre, 9% sind zwischen 18 und 21 Jahren, 18,2% sind zwischen 8 und 18 Jahre und 0,3% sind zwischen 0 und 7 Jahren alt.
     
  • Gemessen an der Häufigkeitszahl sind in 1999 die meisten Straftaten in den Städten Wetzlar (9.051) und Herborn (6.549) registriert worden.

 


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