24.02.2010

Ablenkungsmanöver


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Ein aktueller Kommentar

Als Politiker von Weltformat verfügt Guido Westerwelle natürlich über eine exzellente Bildung. Der promovierte Jurist kennt sich nicht nur mit „spätrömischer Dekadenz“ aus, sondern auch mit einem uralten politischen Trick, der immer wieder funktioniert: dem Ablenkungsmanöver. Ein kleiner Grenzstreit oder irgendein inszenierter Konflikt mit dem Nachbarstaat – so ließ sich in früheren Epochen stets ein ganzes Volk trefflich auf den äußeren Feind einschwören. Vergessen waren erst einmal alle inneren Macht- und Verteilungskämpfe, soziale Verwerfungen und Ungerechtigkeiten.

Was den Mächtigen damals glückte, geht heute noch genauso gut. Weshalb sich zum Beispiel über Milliardenspritzen für kriminelle Krisenmacher in der Bank- und Börsenwelt aufregen? Wieso die üppigen Steuergeschenke an (meist ausländische) Autobauer und die „am Rande des Untergangs“ stehende Hotelbranche bejammern? Dann doch lieber auf den faulen, schmarotzenden Hartz-IV-Pöbel eindreschen. Das gefällt zwar auch nicht jedem, aber wenigstens muß man sich nicht der Klientelpolitik bezichtigen lassen.

Das Dumme dabei ist nur, daß man die losgetretene Scheindebatte nicht gänzlich steuern kann. Immer funkt irgendein Tölpel dazwischen und sagt etwas, das eigentlich besser unausgesprochen bliebe. Diesmal schlüpfte der BRD oberste Migrantenversteherin Maria Böhmer (CDU) in diese Rolle. Alarmierende 28 Prozent der Hartz-IVler seien nichtdeutscher Herkunft, sprach sie, das ginge ja gar nicht und da müsse man jetzt unbedingt mal was tun. Mit Geld, viel Geld, für Sprachkurse und sonstigen Integrationszinnober wäre das Problem doch schon fast gelöst.



Gut, worum es der „Integrationsbeauftragten“ ging, war jetzt nicht schwer zu durchschauen. Und so sensationell neu ist die Größenordnung der „28 Prozent“ nun auch nicht. Blöd nur, daß sie das gewöhnliche Steuer- und Beitrags-Melkvieh zu Fragen und Gedanken anregen könnte, die dem etablierten Politversager-Kartell gar nicht genehm und daher höchst unerwünscht sind. So machen bei den offiziell genannten 45 Milliarden Euro jährlicher Gesamtkosten für Hartz IV die genannten 28 Prozent immerhin 12,6 Milliarden Euro aus. Auch wenn es tatsächlich zwei Milliarden weniger oder eine mehr wären, diese Alimentierung einer überwiegend lern-, arbeits- und eingliederungsunwilligen Schicht von Fremden ist nichts anderes als Raub an den Arbeitenden. Ein Raub, der auf einer Stufe steht mit der „Umverteilung nach oben“ zugunsten der Finanzmafia und anderer Profiteure der Filzokratie.

An kaum einem anderen Beispiel ist der Unterschied zwischen den Etablierten und der nationalen Opposition deutlicher zu machen. Die Blockparteien unterscheiden sich nicht in ihrer Klientelpolitik, sondern nur in den jeweils Begünstigten. Für die nationale Opposition geht es dagegen um das eigene Volk, das die Leistungsfähigen und -willigen ebenso umfaßt wie die echten Hilfsbedürftigen. Parasiten, Abzocker und Absahner gleich welcher Herkunft und/oder sozialen Stellung verhalten sich gemeinschaftsfeindlich und dürfen aus patriotischer Sicht keinerlei Vorzugsbehandlung erwarten. Sollen sich jene ruhig weiterhin von ihren charakterlichen Spiegelbildern – den Blockparteien – umschmeicheln und umsorgen lassen. Wenn erst politisch ein anderer Wind weht, ist es damit nämlich Sense.

Quelle: www.deutsche-stimme.de
 




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