Aus einer heute verbreiteten Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Wiesbaden geht hervor, daß in Hessen etwa jeder achte Bürger im vergangenen Jahr in Armut lebte, bzw. von Armut bedroht war. Nach den Ergebnissen des Mikrozensus 2008 für das Bundesland Hessen haben 12,7 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet gegolten.
Erwerbslose Hessen waren demnach besonders häufig von Armut bedroht. Immerhin jeder zweite hessische Erwerbslose – nämlich genau 49 Prozent – war im letzten Jahr armutsgefährdet gewesen. Selbst unter den erwerbstätigen Hessen lag der Anteil der von Armut Bedrohten noch bei 6 Prozent. 
Der Bericht zeigt zudem, daß vor allem die jüngere Generation überdurchschnittlich von Armut bedroht ist. So sei etwa jedes sechste Kind unter 18 Jahren und jeder fünfte Erwachsene bis 24 Jahre im Jahr 2008 armutsgefährdet gewesen. In der Altersgruppe der 50 bis 65-Jährigen traf dies hingegen nur auf jede zehnte Person zu.
Insgesamt macht der Bericht deutlich, daß unter der Regierung Koch durchaus eine Form von sozialer Kälte in Hessen Einzug gehalten hat. Allen Beteuerungen der politisch Verantwortlichen zum Trotz, steigt nämlich die Zahl derjenigen, die sich schon in der Mitte eines jeden Monats Gedanken darüber machen müssen, wie sie die letzten Wochen über die Runden kommen sollen, stetig an. Der Mikrozensus 2008 kann daher – im wahrsten Sinne des Wortes - als erneutes Armutszeugnis für die CDU-geführte hessische Landesregierung gewertet werden.
Jörg Krebs,
NPD-Landesvorsitzender Hessen
20.12.2009
Statistisches Landesamt: Jeder achte Hesse gilt als „arm“!
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