Es ist schon eine kaum zu überbietende Dreistigkeit, dem Volk jetzt „gute Nachrichten“ in Form gelogener Arbeitslosenzahlen verkaufen zu wollen. Ausgerechnet in Zeiten in denen nur noch von Wirtschaftskrise und möglichen Massenentlassungen die Rede ist, lässt sich die Bundesagentur für Arbeit, für einen vermeintlichen Rückgang der Arbeitslosenzahlen feiern.
So berichtet SPIEGEL-ONLINE: „Aufschwung am Jobmarkt: Die Zahl der Erwerbslosen ist im Mai auf 3,5 Millionen gesunken, die Arbeitslosenquote ging auf 8,2 Prozent zurück. Die deutliche Verbesserung beruht allerdings zum Teil auf einer Statistikänderung“
Die „Statistikänderung“ ist auf Geheiß der Bundesregierung eingeführt worden. Demnach würden „Jobsucher“ die von privaten Vermittlern betreut werden, ungeachtet der Tatsache dass sie arbeitslos sind, nicht mehr als „arbeitslos“ eingestuft werden.
Kurzum: Staatlich verordneter Betrug! Keineswegs etwas neues, dass Arbeitslose aus der Statistik gestrichen werden, hat inzwischen längst Tradition. So werden ABM’ler und Ein-Euro-Jobber seit Jahr und Tag nicht mehr in der Statistik geführt.
Den Erfolg der angeblich gesunkenen Arbeitslosenzahlen, werden sich in den kommenden Monaten zu den Bundestagswahlen, sowohl SPD als auch CDU auf ihre Fahnen schreiben. Nach der Bundestagswahl, soviel dürfte schon jetzt sicher sein, ist das Jahr der „guten Nachrichten“ wieder vorbei.



